Ein Meerwasseraquarium ist im Vergleich zur Variante mit Süßwasser eine äußerst exotische Angelegenheit. Nicht nur die Art des Beckens, Wasser und der Pflanzen muss den Fischen angepasst werden. Vor allem Neulinge sollten auf Fischarten setzen, die einfach zu pflegen sind. Welche Fische sich für ein Meerwasseraquarium eignen und warum, erklären wir in diesem Artikel.


Fische fürs Meerwasseraquarium (für Anfänger)

Zum Anfang: Klassische Anfänger-Fische wie in der Süßwasseraquaristik finden sich bei dieser Form des Aquariums nicht! Es ist empfohlen, erst mit Vorkenntnissen aus dem Süßwasser-Bereich auf ein Meerwasser-Becken umzusteigen, weil die Fische an sich viel empfindlicher sind. Es finden sich jedoch recht “robuste Arten”, die den Anfang erleichtern.

Dazu gehören vor allem der:

  • Streifen-Zwergkaiserfisch,
  • die Falterfische,
  • Doktorfische
  • und die ruhigen “Blennies”

Untereinander vertragen sich diese Meerwasseraquarium Fische ebenfalls recht gut und ermöglichen so einen angenehmen Einstieg in die Tierhaltung. Ein weiterer Vertreter dieser Kategorie ist die Gelbe Symbiosegrundel. Schon der Name weist ein wenig auf das Potential dieser Spezies hin, denn sie verträgt sich mit 90 Prozent aller Fische außer der eigenen Art.

Theoretisch kann ein Exemplar dieser Grundel mit vielerlei Arten alleine gehalten werden, zum Beispiel Alpheus bellulus, dem hübschen Knallkrebs, die nur mit Wächtergrundeln und Anemonen zusammen im Becken leben können. Die Grundel bewacht den kleinen Pistolenkrebs hierbei und hilft im somit beim Nestbau. Beste Freunde finden sich also auch bei Fischen. Die oben genannten Arten können vorsichtig zusammengeführt werden und können auch in großer Zahl gehalten werden. Für bunte Aquarien sollten Kaninchenfische genutzt werden, da sie zusammen in Korallenriffen gehalten werden.

Exotisches Meerwasseraquarium (für Fortgeschrittene)

Wer nach einiger Zeit mehr Erfahrungen mit Meerwasser und den dazugehörigen Arten gesammelt hat, kann sich an die weiteren Arten wagen. Hier finden sich, vor allem für Profis, Meerwasseraquarium Fische, die in den unterschiedlichsten Farben und Formen vorkommen. Einige von ihnen sind sogar gefährlich und sollten wirklich nur von absoluten Profis in diesem Bereich eingesetzt werden.

Die beliebtesten Meerwasseraquarium Fische sind die Anemonenfische, bekannt aus “Findet Nemo”. Sie müssen in Symbiose mit Anemonen leben, da sie schlechte Schwimmer sind und einen Unterschlupf benötigen. Schon mit diesem Fisch ermöglicht sich eine bunte Vielfalt im eigenen Becken, da sie selbst in unterschiedlichen Farbvariationen zu finden sind, ebenso wie die Anemonen. Anemonen sind jedoch schwer zu halten und je nach Zusammensetzung des Beckens erledigen sie sich selbst oder andere Tiere.

Ein weiterer beliebter Exot sind die Anglerfische und Korallenwächter. Sie bevorzugen warmes Wasser ab 20°C, locken ihre Beute über Mimikry-Fähigkeiten an und bedürfen viel Pflege, obwohl sie maximal etwa 40 cm groß werden. Muränen, Seepferdchen und Korallen sind eine nette Ergänzung, die jedoch auf Dauer ein größeres Aquarium benötigen.

Für Mutige finden sich mehrere Meerwasseraquarium Fische, die aggressiv, giftig oder einfach zu groß sind. Zu den aggressiven Arten zählen die Drückerfische, die besonders auf ihr Revier fixiert sind. Kofferfische, Feuerfische bzw. Zwergfeuerfische undKugelfische gehören zu den giftigen Vertretern der Meerwasseraquarium Fische. Hier sollte unbedingt darauf geachtet werden, niemals gestochen oder erwischt zu werden, da einige Arten sofort tödlich sind. Ein besonderer Fisch ist der schwimmfreudige Acanthurus achilles, der recht klein mit 25 cm ist, jedoch viel Platz zum Schwimmen benötigt.

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